Rotkleegras - Kopfbild

Arten

In unseren Breiten eine der wichtigsten Futterleguminosenarten, erzielt in Mischungen hohe und proteinreiche Erträge. Mehrjährig und leistungsfähig, bevorzugt kühl-feuchtes Wetter und tiefgründige Böden mit guter Wasserversorgung ohne Staunässe, pH-Wert nicht unter 5,5.

Sortenwahl bei Rotklee: Di- oder tetraploid?
Rotklee (Trifolium pratense) ist von Natur aus diploid, das heißt, er besitzt zwei Chromosomensätze. Durch Pflanzenzüchtung wurden Sorten entwickelt, die einen vierfachen Chromosomensatz besitzen, also tetraploid sind. Derzeit werden sowohl di- als auch tetraploide Sorten gezüchtet und beide Formen finden sich in den Anbauempfehlungen.
Wie sich beide Formen unterscheiden, wird in diesem Beitrag erklärt.

Zum Beitrag

Alexandrinerklee

Für den Sommerkleeanbau oder als Zwischenfrucht unentbehrlich. Sehr raschwüchsig. Wärme- und wasserbedürftiger als Perserklee. Einschnittige und mehrschnittige Sorten, Nachwuchs nach dem ersten Schnitt eher gering. Stängel verholzt schnell, daher früher Schnitt ratsam.

Perserklee

Einjährige, aber mehrschnittige Kleeart mit guter Verdaulichkeit. Gilt als trockentolerant. Keine besonderen Ansprüche an Boden und Klima, beste Erträge werden in warmen Gebieten mit ausreichender Feuchtigkeit erzielt.

Inkarnatklee

Bestand blühenden Inkarnatklees
Klassischer Partner im Landsberger Gemenge. Überjährige, einschnittige Art. Bevorzugt warme, mittlere bis leichte Böden mit guter Kalkversorgung, aber grundsätzlich für alle Böden geeignet. Verträgt Kahlfrost schlecht, trittempfindlich.

Serradella

Tief wurzelnd und trockenverträglich. Oberirdisch eher geringe Massebildung. Verträgt schwach saure Bodenverhältnisse, daher geeignet für Sandböden, auf denen andere Kleearten nicht gedeihen.

Weißklee

Allrounder zur Schnittnutzung und Beweidung. Beliebter Mischungspartner, der über Ausläufer Lücken schließ, durch geringe Wuchshöhe auch für Untersaaten geeignet. Anspruchslos an den Boden, allerdings nicht zu kalt und nass sowie zu trocken und sauer. Trockentoleranter als Rotklee. Winterhärte bei Kahlfrösten und langandauerender Schneedecke begrenzt.

Esparsette

Ausdauernd und anspruchslos mit geringer Winterhärte. Kalkliebend und trockentolerant durch ausgeprägtes Wurzelsystem. Aufgrund der enthaltenen Tannine entwurmende Wirkung.

Gelbklee

Einjährig bis ausdauernd, niedrigwachsend mit geringem Wasseranspruch für warme und trockene Standorte. Bevorzugt kalkhaltige Böden, gedeiht auf leichten bis schweren, auch anmoorigen Böden. Geringe Nachwuchsleistung, verträgt Beweidung im Herbst.

Hornklee

Trockentolerant, ausdauernd, winterhart. Anspruchslos an Klima und Boden, bevorzugt warme und kalkreiche Böden.

Schwedenklee

Anspruchslos in Bezug auf den Boden. Bevorzugt feucht-kühles Klima und verträgt schneereiche Winter. Auch für Ton- und Moorböden geeignet. Enthält Fagopyrin und schmeckt bitter, Verfütterung daher nur in Mischungen mit Gräsern und anderen Futterleguminosen.

Steinklee

Mehrjährig, sehr hoch wachsend. Sowohl für Ton- als auch für leichte Sandböden geeignet. Enthält Bitterstoff Kumarin.

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